Was ist selbstreguliertes Lernen?

Selbstreguliertes Lernen bedeutet, dass Schüler*innen ihren Lernprozess aktiv, strategisch und reflektiert gestalten. Sie übernehmen Verantwortung von der Vorbereitung über die Durchführung bis hin zur abschließenden Reflexion ihres Lernens. Damit dies gelingt, benötigen sie lernförderliche Überzeugungen, geeignete Strategien sowie Wissen darüber, wie sie ihren Lernprozess wirksam überwachen und steuern können.

Diese Fähigkeit ist für Schüler*innen von zentraler Bedeutung. Selbstreguliertes Lernen steht in engem Zusammenhang mit schulischem Erfolg, persönlicher Entwicklung und langfristiger Handlungsfähigkeit. Schüler*innen, die ihr Lernen selbst steuern können, gehen motivierter mit Herausforderungen um und bleiben auch in komplexen Lernsituationen handlungsfähig.

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina fordert in ihrer Stellungnahme vom September 2024, die Förderung von Selbstregulationskompetenzen zu einer Leitperspektive des deutschen Bildungssystems zu machen. Begründet wird dies mit der zunehmenden Gefährdung des Wohlbefindens und der Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen sowie dem Bedarf, Lernprozesse wirksam zu unterstützen.

Für Deeper Learning ist selbstreguliertes Lernen zentral. Es wird nicht nur vorausgesetzt, sondern gezielt ermöglicht. Deeper Learning Einheiten schaffen Lernräume, in denen Schüler*innen Selbstregulation erproben, einüben und weiterentwickeln können.