Das Turbinen-Modell
Das Turbinen-Modell zum selbstregulierten Lernen (SRL-Turbinen-Model) von Yves Karlen und Lucia Held der Universität Zürich (2025) hilft dabei, selbstreguliertes Lernen in seiner Komplexität zu verstehen. Es zeigt Lernen als dynamischen Prozess, der sich über mehrere Phasen erstreckt und von unterschiedlichen Kompetenzen getragen wird.
Das Modell unterscheidet drei miteinander verbundene Phasen: Vorbereitung, Durchführung und Reflexion.
WICHTIG: Diese drei Phasen sind nicht gleichzusetzen mit den drei Phasen des Deeper Learnings. Sie verlaufen nicht strikt linear, sondern greifen zyklisch ineinander. Schüler*innen planen ihr Vorgehen, handeln, überprüfen ihren Fortschritt und passen ihr Lernen fortlaufend an. Dies passiert kontinuierlich im Lernprozess.
In allen Phasen wirken sechs zentrale Kompetenzbereiche zusammen: Kognition, Metakognition, Motivation, Emotionen, Ressourcen und Mindsets. Sie bilden den inneren Antrieb des Lernens. Bewegung entsteht durch ihr Zusammenspiel.
Im Zentrum des Modells steht, Kompetenzen zu entfalten, eigenverantwortlich zu handeln und Beziehungen zu gestalten. Damit greift das Modell die Selbstbestimmungstheorie auf, die Du bereits kennst.
Die Grafik zeigt, wie Phasen, Kompetenzbereiche und Motivation miteinander verbunden sind. Im nächsten Schritt kannst Du die einzelnen Bestandteile der Turbine genauer erkunden.
9: Eigene Abbildung basierend auf Yves Karlen und Lucia Held, Universität Zürich und Dienststelle Volksschulbildung Kanton Luzern (2025)
☝️ Hinweis
Die Strategiekarten zum selbstregulierten Lernen enthalten passende Lernstrategien für alle Kompetenzbereiche des SRL-Turbinen-Modells und unterstützen Schüler*innen dabei, ihren Lernprozess zu planen, zu steuern und zu reflektieren. Die Strategiekarten stammen von Sophie Zimmermann, Carmen Hirt und Yves Karlen und wurden an der Universität Zürich sowie der Pädagogischen Hochschule FHNW entwickelt. Alle Strategiekarten (PDF, 4 MB)
